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Neues Heim in Gintoft

... und mehr Platz in Gintoft

Ambulanter Hospizdienst Angeln zieht von Gelting in den Steinbergkircher Ortsteil

/Jörg Kasischke/

Ab sofort befinden sich die Büro- und Seminarräume des ambulanten Hospizdienstes Angeln in Steinbergkirche auf dem Hof Norgaard in Gintoft 34. Gerne wäre der ehrenamtlich geführte Verein mit seinen hauptamtlichen Koordinatorinnen Sabine
Klattenhoff und Claudia Hahn in Gelting geblieben, aber alle Bemühungen für den Standort Gelting blieben erfolglos.

„Die Arbeitsbedingungen für unsere beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen waren aufgrund der Enge auf nur zwölf Quadratmetern fast schon eine Zumutung. Zudem fehlte uns ein dringend benötigter Gruppenraum für Schulungen, Netzwerktreffen
und Versammlungen“, erklärt Helmut Erichsen, stellvertretender Vorsitzender des Hospizdienstes Angeln und seiner aktuell 140 Mitglieder.

Jetzt habe man sich auf insgesamt 180 Quadratmeter vergrößert und einen Seminarraum mit großzügigem Platzangebot einrichten können. Dankbar ist Erichsen
zudem, dass durch eine Spende von 5150 Euro vom Lions-Club Kappeln der Seminarraum unter anderem mit genügend Stühlen ausgestattet werden konnte.
Der Standortwechsel von Gelting nach Gintoft zieht keine Veränderungen für die Sprechzeiten in Kappeln im Christophorushaus (Konsul-Lorentzen-Straße 2) nach sich. Lediglich die bisherigen Sprechzeiten in Gelting finden jetzt in Gintoft statt. „Das heißt: Dienstag von 15 bis 17 Uhr in Kappeln, Donnerstag von 10 bis
12 Uhr in Gintoft, und jederzeit nach telefonischer Absprache“, betont Sabine Klattenhoff.

Jeden ersten Montag im Monat ab 14 Uhr trifft sich die Trauergruppe „TrauerPfade finden“ für einen begleiteten Spaziergang – im Januar aufgrund des Feiertages erst am 8. Januar. Der Treffpunkt bleibt vorerst der Katharinenhof in Gelting.

Bis die neuen Festnetznummern im Gintofter Büro geschaltet sind, ist die Erreichbarkeit über die Handy-Nummern 0173/9058757 und 0173/8919395 sichergestellt.

Der Hospizdienst Angeln bietet mit derzeit 45 qualifizierten ehrenamtlichen Mitarbeitern Beratung, Begleitung und Unterstützung für Menschen in Kappeln, im Amt Geltinger Bucht, Amt Mittelangeln und in Nordschwansen – individuell und
kostenfrei. Sie begleiten Menschen mit schweren, lebenslimitierenden Krankheiten, ihre Familien und Freunde in der Zeit des Abschiednehmens, des
Sterbens und der Trauer.

2023 haben sich die Ehrenamtlichen um 55 Familien gekümmert. Der Vorteil gegenüber den stationären Hospizen sei unter anderem, dass die schwerkranken
Menschen bis zuletzt in ihrem Zuhause betreut werden. „Leider sind wir aber nicht so sichtbar. Viele wissen gar nicht, dass es uns und unser Angebot überhaupt gibt“, sagt Sabine Klattenhoff. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass Kommunen für ihre Bürger einen ambulanten Hospizdienst in ihrer Nähe haben.
„Diejenigen, die das haben, können von Glück reden“, betont Klattenhoff und bittet die Gemeindevertretungen um Unterstützung: „Informieren Sie sich über
unsere Arbeit. Sprechen Sie in Ihren Gemeinden darüber, dass es uns gibt“, appelliert die leitende Koordinatorin.

Für die ehrenamtliche Hospizarbeit braucht der Verein viele Menschen, die bereit

sind, Zeit zu verschenken. So bietet er regelmäßig Qualifizierungs-Kurse an, die dazu befähigen, Menschen am Lebensende zu begleiten. Der nächste Kurs findet ab
Mitte Februar statt und erstreckt sich über ein halbes Jahr. Außerdem findet am 19. Januar ein „Letzte-Hilfe-Kurs“ statt (Anmeldungen über den Amtskulturring
Langballig).

Finanziert wird der Verein zum Teil durch Zahlungen der Krankenkasse und durch Mitgliedsbeiträge. „Das allein reicht nicht aus, wir sind ganz besonders auch
auf Spenden angewiesen, um eine gleichmäßige Qualität unserer Arbeit zu gewährleisten“, erläutert Sabine Klattenhoff, die mit der Einrichtung eines Tageshospizes ein weiteres großes Ziel formuliert.

Mehr über den Verein im Internet: www.hospizdienst-angeln.de.